Hilfe! Unser 4 Monate alter Sohn trinkt nicht.
Aufgrund der zu geringen Milchmenge müssen wir ihn von Anfang an mit der Flasche (BEBA HA, Bifidus, usw.) ernähren.
Vorgeschichte:
Kurz nach der Termingeburt wurde unser Sohn irgendwie mit Pseudomonas Bakterien infiziert. Intensivstation im Kinderspital:
- Sepsis mit Pseudomonas aeruginosa
- daraus resultierendem Hydrocephalus Occlusivus
- Krampfanfälle
Während dieser Zeit wurde er meist durch eine Magensonde ernährt. Dazwischen immer wieder direkt ab Flasche.
Er hat eigentlich relativ gut und problemlos getrunken.
Der Hydrocephalus wurde dann zwei mal operiert
- VP Shunt links und rechts
Nach der Operation musste er ja jedes mal für 2-3 Tage flach liegen. Ernährung meist durch die Magensonde.
Danach hat das Trinkproblem begonnen. Er war fast nicht mehr zum trinken zu bewegen.
Die Logopädie hat ergeben dass er mit dem Schlucken eigentlich keine Probleme hat. Irgendwie will er einfach nicht.
Nun sind wir seit 8 Wochen zuhause
Leider trinkt unser Sohn immer weniger.
Er sollte eigentlich alle 3-4 Stunden einen 180ml Shoppen trinken.
Anfangs waren wir bei 40ml pro Mahlzeit, dann gings rauf auf 120ml und jetzt wieder runter auf 20ml alle vier Stunden.
Das ist entschieden zu wenig.
Das Gewicht pendelt immer um die 5kg herum.
Der Kinderarzt meint das ginge schon noch und das würde sich schon wieder einpendeln. Wir glauben aber nicht richtig daran.
Anfangs konnten wir unseren Sohn noch überlisten in dem wir warteten bis er fast eingeschlagen war. Während dieser “fast schlafend” Phase hat er dann fast eine ganze Flasche (150ml) getrunken.
Das funktioniert jetzt aber auch nicht mehr. Er verweigert das Trinken. Man hat auch fast das Gefühl er weiss nicht so recht was er mit dem Sauger anfangen soll.
Mittlerweile haben wir die Silikonsauger durch Latex-Sauger ersetzt. Keine Besserung.
Dann haben wir die Babynahrung gewechselt: BEBA HA1, BEBA HA2, APTAMIL HA, BEBA 1, BEBA 1 PLUS BIFIDUS. Keine Besserung.
Natürlich haben wir auch das Flaschenmodell gewechselt (Samt Sauger). Keine Besserung
Der Ablauf sieht ungefähr so aus:
1.) Unser Sohn erwacht oder wird unruhig. Saugt wie wild am Schnuller: Interpretieren wir als Hunger.
2.) In einer ruhigen Umgebung (immer dieselbe) geben wir ihm die Flasche.
3.) Er macht ein paar wenige Züge, dann streckt er sich durch und wendet den Kopf ab.
4.) Protestiert lauthals wenn wir versuchen ihm den Flaschensauger wieder in den Mund zu geben.
Interessanterweise ist er jetzt wieder besser gelaunt. Man hat das Gefühl, sein Hunger sei gestillt.
Das kann ja nicht sein.
Wir wissen nicht mehr weiter.
Die Mütterberatung kann uns auch nicht helfen …
Der Kinderarzt auch nicht …
Wer sonst ?
Sonst wäre alles in Ordnung. Die Krampfanfälle sind verschwuden, die Shunts funktionieren technisch einwandfrei.
Unser Sohn ist super neugierig, beginnt nach Sachen zu greifen und lächelt alles und jeden an der ihm begegnet….
All dies hielt während der Spitalzeit kein Arzt für möglich.
Wenn er nur trinken würde …
Hilfe.
tags:Hydrocephalus Occlusivus Shunt





admin said,
2-26-2008 in 05:16:59 at 193.222.115.12Es nützt alles nichts. Nun waren wir mittlerweile wieder im Kinderspital. Uns wurde zum Einsetzen einer PEG Sonde geraten.
Diese PEG Sonde wird die Trinksituation entschärfen.
Und so ist es auch!
Inzwischen wurde die PEG Sonde operativ eingesetzt.
Die Trinksituation hat sich nun massiv entspannt!
Er trinkt nun einfach das was er will und dann geben wir den Rest der Babymild einfach via PEG Sonde.
Von der Idee her wird er nun 1-2 Kg “aufgepäppelt”.
Danach sollen wir versuchen keine Nahrung mehr mit der PEG Sonde zu geben. Er soll mittels Hunger wieder das Trinken “geniessen lernen”. Vielleicht klappt’s nicht auf anhieb - dann beginnen wir wieder mit der PEG Sonde. Danach wieder aufpäppeln und erneut ohne PEG Sonde wieder versuchen. usw. usw. usw.
Ich bin mal gespannt ab wann’s dann wirklich mit dem Trinken klappt.